KONTAKTER AGENTURPORTRAIT TRYNOAGENCY

23.04.2017

Wir sind jünger, hungriger und sehen besser aus“, steht auf der Website der Agentur Try No Agency.

Jünger? Vielleicht. Hungriger? Bestimmt. Sehen besser aus? Liegt im Auge des Betrachters. Das Programm ist jedenfalls eine Kampfansage an etablierte Agenturmodelle.

Der Name ist Programm: mehr Fairness, mehr Spaß

Try No Agency, betrieben von der TroNa GmbH in Berlin, will nicht nur mit einer anderen Philosophie („Ohne Schnick und Schnack“, ohne „Phrasendreschen“) an die Arbeit gehen, sondern auch mit einem neuen Angebot für Mitarbeiter. „Wir sind eine Agentur, die anders funktioniert“, sagt Gründer Stefan Nagel. Und Co-Gründer Friedrich Tromm ergänzt: „Etwas weniger ,Mad Man‘ wie in der TV-Serie, dafür aber zeitgemäße Prozesse.“

Kreation Ohne Brandbeschleuniger

Und das bedeutet: Try No Agency setzt auf die Power von Freelancern – nicht verstohlen, sondern ganz offiziell. Je nach Kunde und Auftrag werden Teams aus festen und freien Mitarbeitern zusammengestellt. „Diese machen nicht nur die Arbeit, sondern partizipieren auch an den Erfolgen“, sagen die Agentur-Gründer. Freelancer dienen nicht einfach nur als „Brandbeschleuniger“ in Stress-Phasen, wenn in der Agentur die Luft brennt, sondern begleiten ein Projekt während seiner gesamten Zeit. Festpreise schaffen zudem Transparenz für alle. So sollen, so die Gründer, Prozesse flexibler, schneller und für alle stressfreier werden.

Mit diesem Konzept steuert ein relativ schlankes Team von zehn fest angestellten Mitarbeitern von Berlins Mitte aus rund 100 Freelancer. Seit dem Start im Jahr 2011 hat Try No Agency schon für etwa 50 Kunden gearbeitet. Auf der Liste finden sich weniger etablierte Marken als vor allem junge Firmen aus dem Digital Business wie Modomoto, Hello Fresh oder Mister Spex. Das erfordert meist ein anderes Arbeiten, weil das Produkt erklärt werden muss. „Da geht es nicht um ,Was ist das bessere Angebot?‘, sondern um ,Was ist das Angebot?'“, erklärt Tromm. Was ist also Robo-Advising oder Curated Shopping? Diese Startups kennen oft die etablierte Werbewelt kaum. Cannes Lions? Goldene Nägel? Nie gehört, spielen keine Rolle. Tromm und Nagel haben selber die klassische Agenturszene in verschiedenen Facetten kennengelernt: als Mitarbeiter großer Networks wie BBDO oder TBWA – aber auch als Freelancer. Sie wissen, dass die sogenannte Gen Y keine Lust auf etablierte Modelle mit langen Arbeitszeiten und viel Stress hat. Genau diese wollen sie für Try No Agency gewinnen: Die auch nach der Glücksformel für ihr Leben suchen. RFI

Gegründet : 2011 – Mitarbeiter: 10 – Umsatz 2014: 3,5 Mio. EUR (geschätzt) – Produkte: Werbung, Kommunikation (Social, Viral), Markenaufbau und -Strategie, Corporate Identy – Management: Friedrich Tromm, Stefan Nagel – kunden (Auswahl): Mister Spex, Modomoto, Hello Fresh – hauptsitz: Berlin – internet: www.try-no-agency.com

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